2011: Jonnys letzte Butterfahrt von Helmut Artur Schmidt

Das Stück

Nachdem die EU beschlossen hat den Duty-Free-Handel - eher bekannt durch die so beliebten Butterfahrten - bald abzuschaffen, ist dem ewig vom Pech verfolgtem Jonny Wiegmann zusammen mit seinem Kollegen Olaf eine geniale Idee gekommen. Die beiden fahren seit Wochen täglich mit dem Butterschiff und kaufen zollfrei Waren ein, um sie dann später - nach der letzten Butterfahrt - überteuert zu verkaufen. Indem sie einen der Kontrolleure auf dem Schiff bestechen, schleppen sie täglich zehnmal mehr Ware an, als offiziell erlaubt ist. Gelagert werden die Artikel im Keller der Gastwirtin Hella Stoffers, die Jonny auch Unterkunft gewährt. Um sich selbst schon vorab einen kleinen Nebenverdienst zu gönnen, füllt Hella die großen Literflaschen Parfum in kleine Flakons um und verkauft diese bei ihren wöchentlichen Parfumpartys. Davon wissen Jonny und Olaf allerdings nichts. Die Putzfrau Inga und die beiden Mitarbeiter der Gaststube, Uschi und Dirk, trauen den beiden Männern allerdings nicht so recht. Beide sind arbeitslos – woher sollten sie also das Geld haben, um all die Waren einzukaufen? Im Dorf wurde vor einiger Zeit eine Tankstelle überfallen und die Täter haben fast 6000 Euro erbeutet. Das passt eigentlich ganz gut zusammen mit Olaf und Jonny. Nur Hella glaubt an die Unschuld der beiden. Da Hellas Gaststube nur recht schleppend läuft, kommt ihr ein Angebot der Jungunternehmerin Monika Beenken gerade recht. Diese organisiert Männer-Strip-Shows und Hella sieht darin den Verdienst des Jahres. Als die mehr als 150 Frauen im Clubraum dann auf den Auftritt der knackigen Männer warten, kommt einiges anders, als Hella es erwartet hat. Dank ihres Organisationstalentes kommt das Publikum aber voll auf seine Kosten. Doch dann taucht ein Zollfahnder auf und für Jonny und Olaf scheint die letzte Stunde in Freiheit geschlagen zu haben.

Der Autor

Helmut Artur Schmidt wurde 1963 in Rhauderfehn geboren, wo er plattdeutsch erzogen wurde und heute immer noch wohnt.
2007 machte er seine Hobbys Theaterspielen und Schreiben zum Haupt-Beruf. Mit dem Theaterspiel kam er 1986 das erste Mal bei einer Laienbühne in Berührung. Im März 1990 begann dann das Schreiben. Ihm fiel auf, dass die Theatergruppe, bei der er mitwirkte, jedes Jahr die - ach so beliebten - Klassiker aufführte. Die waren sehr wohl publikumswirksam, aber er stellte sich nach einigen Jahren Spielerfahrung die Fragen: "Warum ist das so? Ist Theater etwas Altes? Ist es nicht wichtig - gerade, um die niederdeutsche Sprache am Leben zu erhalten - daß man auch neue Stücke spielt? Gerade um auch die jungen Leute ins Theater zu bekommen?" Und da versuchte er es selbst. Bis heute hat er, Schnellschreiber, der er wurde, schon Dutzende von plattdeutschen Stücken geschrieben und die meisten auch ins Hochdeutsche übertragen. Viele Bühnen haben schon auf diese Stücke zugegriffen, und jetzt sind die Anzefahrer an der Reihe.


Die Darstellerinnen und Darsteller:

Hella Stoffers, Wirtin - Maria Lather
Jonny Wiegmann, Butterfahrer - Winfried Bauerbach
Olaf Schneider, Butterfahrer - Michael Oelmann
Uschi, Mitarbeiterin bei Hella - Saskia Dörr
Dirk, Mitarbeiter bei Hella - Patrick Pfeffer
Frank Beenken, Gast - Achim Gutbrod
Monika Beenken, Gast - Rosa Kißling
Ulrike Pfaffenberger, Gast - Anette Wachtel
Inga Lichtenfeld, Putzfrau - Patricia Dörr


Regie: Monika Gutbrod

Soufflage: Helga Pfeffer

Das Stück spielt vor nicht allzu langer Zeit an der deutschen Nordseeküste.


Und so sehen wir aus:




Termine:

1. Vorverkauf:
Samstag, 19. März 2011, 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr, MZH Anzefahr

2. Showtime:
Freitag, 01. April 2011, 19.30 Uhr, MZH Anzefahr
Samstag, 02. April 2011, 19.30 Uhr, MZH Anzefahr
Sonntag, 03. April 2011, 17.30 Uhr, MZH Anzefahr